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Maren Kroymann: Grimme-Preisträgerin spricht übers Altern und #MeToo

Am Telefon kann man die Sache schwer erklären. Ich wäre euch dankbar um zu wissen ob ich einen weiteren Schritt machen soll ohne mich zu blamieren.

Fragen, Antworten, Diskussionen und Hilfe


Diese Obrigkeitshörigkeit, die immer die Macht, die Konzerne, die Vorschriften verteidigt, finde ich ziemlich beschissen. Da wundert es dann nicht, dass verschiedentlich hierzulande echt kafkeske Zustände herrschen und ein Umgangston und Verhalten, dass man wirklich besser mit echten Automaten interagieren würde.

Dass in Deutschland jährlich 20 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll landen , ist ein Dauer-Skandal, über den die Medien immer mal wieder schreiben, an dem sich aber viel zu wenig ändert.

Ja Patrick, lies es und staune! Solche Menschen gibt es tatsächlich noch, die sich nicht zum ausführenden Organ unethischer Lebensmittelverschwendung machen lassen. Hierzulande herrscht ein Vorschriftenwahn, wie er kaum seinesgleichen kennt. In anderen Ländern liegt das Brot nicht zwangsläufig im Brotknast herum, aus dem man es sich mit irgendwelchen Gerätschaften angeln muss — hier mal ein Artikel dazu.

Zur Geschichte des Brötchenknasts: Haben Sie heute schon eine Backware kontaminiert? Also ich nehme mal die Kassiererin wahrscheinlich ist es nur eine Verkäuferin mit Kassentätigkeit, weil im Gehalt einiges geringer. Da für die Backwaren ein Zahlencode eingegeben werden muss, der aber nur ganze Brote beinhaltet, kann sie, es nicht abkassieren, weil es die Kasse nicht annimmt.

Macht sie es aber dennoch, wird das auffallen und die Abmahnung kommt unverzüglich, weil Lidl davon ausgeht, das sie ein halbes Brot verschenkt hat. Der Vorgesetzte hat im Sinne des Unternehmens gehandelt, also wird, wenn es Konsequenzen aus deiner Beschwerde gibt, dass schwächste Glied der Kette, die Kassenkraft treffen.

Und wieso seit ihr der Meinung, dass jemand der wahrscheinlich reichlich unbezahlte Überstunden schieben muss, dessen Lohn eh nicht mehr zu Leben ausreicht, unbedingt vor Freude lächelt, weil die Kassenschlange sich wieder verlängert und sie genau von diesem uneinsichtigen Vorgesetzten nach Feierabend einen Vortrag zu hören bekommt, das sie deutlich zu langsam war beim Kassieren.

Wenn denn alles wirklich so ist wie einige Vorredner schildern Lebensmittelrecht, MHD, betriebsinterne Vorgaben, technische Hindernisse bei der Kasse usw. Der Mensch scheint dabei nur noch ein nervender Störfaktor zu sein, der doch bitte Verständnis haben soll und ansonsten den Mund zu halten hat. Selber schuld, wenn es etwas nicht versteht und dann blöd angeblafft und wie ein Idiot stehen gelassen wird.

Hallo Claudia, na klar hätte er dir das Brot schenken können, da er es ja offensichtlich nicht abkassieren konnte. Aber genau dann könnten sie den Laden dicht machen! Wenn sich das rumspricht wollen alle Künden halbe Brote oder mal weiter gesponnen halbe Salate, Äpfel, Brötchen usw.! Was erwartest du von einem Discounter, dann geh doch ins KaDeWe einkaufen! Da haben sie viel Zeit für jeden einzelnen Kunden und können dir wahrscheinlich auch die genau von dir gewünschte Menge Brot berechnen.

Natürlich zu einen Preis der weit über dem vom Discounter liegt! Du machst hier aus ner kleinen Mücke nen riesigen Elefanten! Anstelle einfach mal was hinzunehmen und die Sache relaxter zu sehen, nen Riesen Aufstsnd machen!

Glaube mal nicht das du bei deinen Aldi oder Netto ne andere Erfahrung gemacht hättest! In den Discountern arbeiten die Mitarbeiter ganz klar unter Hochdruck! Sicherlich kann Lidl daran was ändern, wenn sie mehr Mitarbeiter einteilen so das der Druck geringer wird, doch bist du dann bereit dafür auch nen Euro mehr zu zahlen? Wohl eher nicht sonst würdest du ja nicht zum Discounter gehen! Du wirst das eh nicht verstehen, also schone deine Nerven und kaufe nur noch bei deinen Wunschhändler aber wahrscheinlich muss der erst noch gebacken werden!

Eher mit unserem ausgefeilten Rechtsverdre.. DAS wäre die Gelegenheit gewesen. Rechtsanwälten zu einer 5stelligen Geldstrafe führen könnte, wenn ich die dortigen Verhältnisse richtig interpretiere. Wolfgang legt — endlich — den Finger in die schmerzende Wunde. Flaschenautomaten und soll sich auch noch mit all den komplexen ökonomischen und juristischen Fragestellungen auskennen. Als Begründung dient wie immer der Preis. Kein Mensch kann all die Dinge überblicken, geschweige denn verstehen, die beim Handel mit Lebensmitteln, und anderen Produkten auch, wichtig sind.

Sonst könnten wir uns alle selbst juristisch vertreten, medizinisch betreuen, unsere Autos reparieren, Elektrik verlegen und den Bus zur Arbeit selber fahren. Unis brauchen wir dann nicht mehr und Ausbildungen auch nicht.

Jeder ist sein eigener Experte. Es ist Aufgabe der Firmen für ihre Kunden da zu sein wenn sie wollen, dass die Kunden ihr sauer verdientes Geld zu ihnen schaffen. Doch nur, weil die Unternehmen sich selbst in die Nische des Billigheimers gesetzt und ihre, unter anderem hier kommentierenden, Kunden verzogen haben.

Ich bin sehr erstaunt, wie gut diese Masche am Ende funktioniert hat. Sie ändern aber nichts an der Tatsache, dass da ein paar mächtig inkompetente Mitarbeiter eine Kundin mies behandelt haben und ein milliardenschwerer Konzern ein System aufgebaut hat, in dem weder Mitarbeiter, noch Kunden, noch die so hoch notwendige Nachhaltigkeit irgendeine Rolle spielen.

Wenn dann nicht mehr Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden, Mitarbeiter trotz Arbeit nicht verarmen und Kunden zufrieden an ihrem Kanten kauen können, bin ich sehr dafür und zahl das gerne.

Das Ganze nennt man Kommunikation, Service und Einkaufserlebnis. Was dabei heraus kommen könnte wäre so etwas wie Kundenbindung. Aber das ist ein Wort, welches wegen des permanenten Missbrauchs klagen würde, wenn es das denn könnte.

All jene, die hier so auf Claudia herumhacken sind am Ende mitverantwortlich für die perversen Zustände unserer Welt. Weil sie es mitmachen. Und für mich unverständlicher Weise auch noch verteidigen. Ich kann den ganzen Ärger nicht verstehen, wir leben ein Leben im Luxus und jammern ständig auf höchstem Niveau. Warum muss man sich über jeden kleinen Furz beschweren?

Die Unternehmen stecken Millionen in ihr Beschwerdemanagement, was an anderer Stelle viel besser investiert wäre! Ich hau mich weg. Ich habe mehrere Jahre in einer Complaint-Abteilung gearbeitet und habe Dinge erlebt, die mir kein Mensch glauben würde. Die Realität ist abspeisen, abwimmeln, beschwichtigen und klein reden. Nur jene Kunden, deren Rechtsanwälte schrieben und mit Klage drohten, bekamen ihr gutes Recht.

Beinahe täglich habe ich mich für das Unternehmen geschämt, für das ich einst arbeitete. Ich schrieb es schon weiter oben. Danach ist er die Kuh, der zwar saftige Weiden versprochen werden, die aber nur gemolken werden soll. Vielleicht für die Aktionäre. Aber sicher nicht für die Kunden. Sodann wird offenbar weder der Artikel richtig gelesen noch meine Erläuterungen in den Kommentare.

Aber ich bin ja geduldig und sage nochmal, vermutlich sinnlos:. Dass ich diesen Fehler machen konnte, lag also an LIDL, die nicht aufgepasst haben, was in ihren Regalen mittlerweile so rumliegt.

Und einen eigenen Fehler bereinigt man in aller Regel nicht, indem man die Kundin vergrätzt! Ja, wir sind eine Gesellschaft von Müllerzeugern — und offensichtlich finden das viele auch noch gut so.

Du weisst nicht in fern die Mitarbeiter unter Beobachtung stehen weil sie vielleicht einmal zu viel den Mund aufgemacht haben. Es ist traurig das Leutebwie Du nicht die Fähigkeit besitzen hinter die Kulissen denken zu können. Verlangst Du von Taxifahrer auch, dass er mit 80 durch die Stadt fährt. Vielleicht har ein Mitarbeiter der Filiale gerade wegen ähnlichem eine Abmahnungberhalten undndesshalb sind nun alle besonders vorsichtig und verunsichert.

Du hast ja keine Ahnung. Also tu mal nicht so auf Menschenversteher, wenn Du selbst dafür kein Verständnis hast. Nächste mal einfach beim Bäcker kaufen undbetwas mehr bezahlen, statt alles billig haben zu wollen und dann auch noch ansprüche stellen und die Verkäuferinnenen dann auch noch zu Pflichtverletzungen nötigen zu wollen. Wenn das andere Mitarbeiter anders handhaben, dann vielleicht deswegen, weil sie nichts zu befürchten haben.

Aber bei Leuten die z. Das letzte was solche Beschäftigten dann noch brauchen, sind Kunden wie Dich. Du hättest auch einfach eine Testkundin sein können. Also versuch mal bissl mehr zu denken , bevor Du so etwas von Dir gibst. MA bei Lidl So. Die Kasse berechnet nach Eingabe dieser Nummer den ganzen Preis. Gewogen werden kann hier nicht, da es nicht als Wiegewaare vorgesehen und auch nicht als solche im System hingelegt ist. Manuell Preise eingeben, das ist nur in absoluten Ausnahmefällen erlaubt.

Darunter fällt ein halbes Brot nicht. Alle Mitarbeiter haben dort Vorgaben, der Chef ebenso wie die Kassierer. Es wird nämlich weiterverarbeitet. Wer also von Ressourcenvernichtung spricht, der sollte sich erst einmal besser informieren oder im Markt nachfragen, ehe er falsche Schlüsse daraus zieht. Warum das Brot offen im Regal lag? Offensichtlich weil manche Kunden das Brot geschnitten hatten und dann nicht haben wollten. Das ist oft der Fall, wenn das Brot auf den Boden fällt oder Teile davon.

Die Kunden geben dann aber so gut wie nie Bescheid, sondern legen es einfach irgendwo hin in eines der Regale. Das ist auch der Grund warum das Brot letztlich mitgenommen und als Müll bezeichnet wurde, vermute ich. Man konnte in diesem Fall nicht garantieren, dass die Qualität des Produktes einwandfrei ist und Lidl steht aber genau dafür ein. Dass es nun als ein Fehler angesehen wird, dass das Brot geschnitten in einem der Fächer lag, das mag aus Sicht des Kunden durchaus so sein, aber stellen Sie sich als Verkäufer mal die Frage: Das ist leider nicht möglich und daher entstehen kleine Zeitspannen in denen auch mal irgendwo etwas nicht an seinem Platz ist.

Das ist überall so, es gibt keinen Supermarkt, der während der Öffnungszeiten immer fehlerfrei ist. Für das unfreundliche Verhalten des Mitarbeiters entschuldige ich mich an diesem Punkt ganz herzlich.

Mir, als einfachen Mitarbeiter tut diese Erfahrung, die sie machen mussten sehr leid. Ich versichere ihnen jedoch, dass wir in der Regel alle unser bestes geben und versuchen den Kunden so sehr entgegenzukommen, wie es möglich ist. In diesem Fall war dies leider nicht möglich, da Brote nur als Ganzes verkauft werden können.

Auch ich konnte mir natürlich zusammen reimen, wie es zu dem Schnittbrot gekommen ist. Aber ich wollte es kaufen, wie es nun mal da lag und das wäre gewiss die sinnvollste Form der Verwertung dieses Brotes gewesen — denn zum menschlichen Verzehr und Verkauf ist es ja gedacht.

Weil alle Mitarbeiter detaillierte klare Order haben, dass nichts, aber auch gar nichts mal eben so als Ausnahmefall in der konkreten Situation kulant gelöst werden kann. Es gibt also Ausnahmefälle. Ich vermute mal, die Ausnahmen sind durch eine Positivliste definiert, da Sie so sicher sind, dass Brot nicht darunter fällt.

Man könnte beim Brotregal Schilder anbringen, die ansagen, was mit geschnittenem Brot getan werden soll z. Verluste würden ja nicht entstehen, da das Brot sowieso entsorg würde. Aber LIDL hat eben lieber perfekt funktionierende Rädchen im Getriebe, die nicht selber denken und entscheiden, sondern detaillierte Anweisungen punktgenau ausführen sollen. Und dran glauben, dass es gar nicht anders geht! MA bei Lidl Do. Aus Kulanz können wir soetwas nicht machen.

Wenn man eine Ausnahme macht und die anderen Kunden bekommen das mit, was an einer Kasse nicht zu vermeiden ist, dann müssen wir daraus die Regel machen. Wir sind ein Discounter, unsere Gewinnmargen fallen deutlich geringer aus als bei einer Einzelhandelskette und wir können es nicht darauf ankommen lassen, dass es zu soetwas kommt. Ich bin auch auf das Gehalt nicht angewiesen, da meine Eltern mir alles zahlen, ich arbeite lediglich dort, um meine Eltern aus eigenem Willen zu entlasten.

Ich habe bereits zuvor anderweitig im Einzelhandel gearbeitet und wenn Sie glauben, dass die Konkurrenz da anders handeln würde in solch einer Situation, dann muss ich sie enttäuschen. Was glauben Sie denn, wer bestimmt, was wir machen, was wir anbieten und wie wir es anbieten?

Weil es schnell gehen muss! Wir sind günstig, bieten Frische, Qualität und auch Service, soweit es eben geht! Und es gibt diese Vorgaben, aber die gibt es nicht, weil wir böse sind, sondern die gibt es, weil es schnell gehen muss. Ein weiterer Grund dafür, dass wir solche halben Brote, bei denen wir nicht wissen, ob diese nicht eben noch auf dem Boden lagen und daher hygienisch nicht in Ordnung sind, nicht verkaufen, ist folgender: LIDL hat diverse Qualitätskontrollen durchlaufen und wir haben nicht vom Management strenge Vorgaben, sondern insbesondere durch externe Institutionen, welche solche Qualitätssiegel vergeben.

Die Vorgaben müssen immer eingehalten werden, da sonst schnell mal der vorgegebene Standard nicht mehr erfüllt ist. Hinzukommen etliche gesetzliche Regelungen, die es parallel auch noch gibt. Der Kunde möchte eben gerne ohne Bedenken einkaufen können. Geiz ist eben sooooo geil! Ich persönlich finde es einfach lächerlich.

Man muss einfach mal begreifen: Und warum machen wir das? Es gibt einen Extrakorb für Backwaren, die man doch nicht haben möchte. Wenn Ihre Filiale noch das alte Brotregal besitzt, so wird das zeitnah geändert, aber es gibt bei uns soetwas, im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten. Und wissen Sie was? Die Kunden ignorieren die Möglichkeit und lassen das Brot dennoch überall liegen.

Aber überall wo es nur geht, wo wir freie Hand haben, gehen wir einen positiven und zukunftsorientierten Weg, denn die Umwelt und unsere Ressourcen müssen geschont werden. Ich mag hiermit vielleicht gerade ein ganz anderes Thema einschlagen, aber ich möchte auch der Behauptung gegenhalten, dass wir Ressourcen verschwenden.

Es haben sich einige Fehler eingeschlichen bedingt durch die Uhrzeit und die Autokorrektur meines Handys. Das tut mir sehr leid. Vielmehr denke ich, dass Sie zur Kommunikationsabteilung hat Lidl so etwas überhaupt? Nein, ich glaube Ihnen das nicht. Sie verwenden mir einfach zu viele Sätze die mehr nach Wordings klingen, als nach einer eigenen Meinung. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich finde es nicht nur vollkommen legitim, sondern mehr als wünschenswert, wenn Dialoge zwischen Kunden und Unternehmen entstehen und geführt werden.

Nur sollte dies mit offenem Visier und dem wirklichen Willen zuzuhören geschehen, weil es sonst nichts weiter ist als Marketing mit anderen Mitteln. Das aber fällt dem aufmerksamen Kunden auf und kratzt mächtig an der Glaubwürdigkeit des Unternehmens, weil sich der Kunde so nämlich vom Unternehmen verschaukelt fühlt.

Sollten Sie tatsächlich doch der Student sein, der hier aus lauter Begeisterung für Lidl schreibt, dann haben Sie dem Unternehmen — siehe Glaubwürdigkeit — keinen Gefallen getan und hätten das Thema besser ruhen lassen.

Was ich da zu sagen habe dürfte Ihnen und dem Unternehmen aber nicht gefallen. Der Prolog des Cluetrain Manifests http: Wir sind keine Zuschauer oder Empfänger oder Endverbraucher oder Konsumenten.

Wir sind Menschen — und unser Einfluss entzieht sich eurem Zugriff. Das ist nachvollziehbar, hat seinen Sinn und kann wahrscheinlich gar nicht anders organisiert sein. Aber darum geht es nicht in diesem Fall. In diesem Konflikt geht es um schlechte Kommunikation und Organisation und darum, dass einer Kundin, also Claudia, eine Verantwortung zugesprochen wird, die sie der Sache nach gar nicht übernehmen kann. Claudia muss weder System noch interne Vorgaben kennen und schon gar nicht muss sie das alles verstehen.

Claudia war eine Kundin und hatte eine Nachfrage. Es waren die Mitarbeiter von Lidl, die unprofessionell darauf reagiert haben und somit Auslöser des Konfliktes sind. Diesen Absatz finde ich ordentlich frech! Sie tun empört und verlangen und erwarten von Ihren Kunden, dass diese sich gefälligst selbst über die guten Taten des Unternehmens zu informieren haben.

Warum steht die Tatsache, dass aussortiertes Brot weiterverwendet wird nicht am Brotkasten geschrieben? Weil dann die Gutmenschen kommen und das ganz Brot antatschen, damit es einer neuen, weltrettenden Bestimmung zugeführt werden kann?

Und überhaupt, was passiert denn jetzt mit dem aussortierten Brot? Auch Sie sagen es nicht und versuchen lediglich, eine Phrase zu einer Information umzumünzen.

Wir, die Kunden, müssen Ihrer Versicherung glauben, ein Faktum wird weder präsentiert, noch bewiesen. Ich aber meine, dass jemand, der glauben will, besser in die Kirche gehen sollte und nicht zum Discounter. Flecken am Obst sind, die Verfallsdaten fast abgelaufen sind usw.

Diese Waren gibt Lidl, weil ja ohnehin abgeschrieben, bestimmt an die Tafeln und andere Institutionen weiter, die diese nach wie vor verwertbaren und nur nicht mehr dem Standard entsprechenden Produkte dann an Bedürftige verteilen. Den Rest diese Kommentars finde ich gut formuliert und erklärt, bis auf diese die kleine Passage, wo Sie schon wieder versuchen, Claudia in die Schuhe eines Lild-Verkäufers zu stellen. Nein, sie muss sich nicht in die Lage eines Verkäufers hinein versetzen. Sie können so etwas aus Kulanz machen.

Um zu vermeiden, dass so ein Beispiel Schule macht — was Sie hier berichten, deckt sich genau mit meinen Erfahrungen — hätte der Marktleiter Claudia auch zur Seite nehmen oder kurz in sein Büro einladen können. Dort hätte er, vielleicht bei einer Tasse Kaffee? Am Ende hätte er ihr das halbe Brot aber auch auf Kulanz und zu Claudias eigenem hygienischen Risiko geben können. Es handelt sich hierbei nicht um eine Frage des Könnens. Es handelt sich um eine Frage des Wollens.

Wer trägt Schuld an diesen Umständen? Die Verbraucher, die nur billig einkaufen wollen und überhaupt nicht bereit sind, für Qualität und Nachhaltigkeit zu bezahlen? Discounter machen mitnichten das, was die Mehrzahl ihrer Kunden möchte.

Sie machen das was sie machen, weil sie der Mehrzahl aller Kunden etwas verkaufen wollen. Es geht um Marktanteile, Umsätze und Gewinn. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Das ist per se nichts Schlechtes und nur so kann Wirtschaft funktionieren. Die Frage ist aber, ab wann der Preis bei der Hatz nach der Nr. Womit ich bei dem von Ihnen angeführten Beispiel über die miserablen, ja geradezu skandalösen Zustände an den Höfen bin, von denen Lidl Produkte bezieht.

Hier bezahlen viele Protagonisten die Zeche, zuallererst die massenhaft gequälten Tiere. Aber auch die Kunden bezahlen, weil die Qualität schlechter ist, als sie sein könnte, wie bspw. Und nicht zuletzt bezahlen die Hersteller der Produkte, also die Bauern, weil sie von den Discountern mehr und mehr im Preis ge- und erpresst werden, damit sich die von den Discountern selbst in Gang gesetzte Spirale des Billigwahns weiter dreht.

Manche Bauern verdienen weniger an ihren Produkten, als die Herstellung kostet. Von der bäuerlichen Ehre und Tradition, die Nutztiere ordentlich zu behandeln, fange ich gar nicht erst an zu reden. Im Kern dreht es sich aber auch hier um die gleichen Fragen — und um die gleiche Art des Hinterfragens.

Es gäbe genügend Möglichkeiten die Dinge anders zu machen, nach den besten Lösungen für alle zu suchen oder die am wenigsten schädlichen Kompromisse zu finden. Auch die Frage, ob es besser ist, jeden Tag billiges Fleisch auf dem Teller zu haben, oder nur ein, zwei Mal die Woche, dann aber in bester Qualität und in Vielfalt, muss früher oder später beantwortet werden, es sei denn, die Technologie des In-vitro-Fleisch schafft ihren Durchbruch.

Bis es aber soweit ist, können nur Konzerne — und nicht die Kunden! Mehr und mehr wird den Kunden durch die unzähligen Kommunikationskanäle bewusst, dass sie eine Wahl haben, ob sie das mitmachen oder nicht.

Kunden informieren sich im Netz und reden mit anderen Kunden; z. Kunden möchte mit den Unternehmen, deren Produkte sie kaufen sollen, hin und wieder auch mal reden. Wenn diese aber nicht mit den Kunden reden wollen, gibt es für die Kunden keinen Grund mehr, den Unternehmen noch länger zuzuhören.

Ob Lidl wirklich zuhört, ist noch nicht bewiesen. Hier ist meine Hand. Ich höre Ihnen zu. Aber versuchen Sie bitte nicht, mich zu verschaukeln. MA bei Lidl Sa. Was dabei rauskommt sind verharmloste Sätze dessen, was ich eigentlich sagen möchte. Sätze, denen ich versuche Neutralität einzuhauchen, obwohl ich nicht neutral bin und mich die pure Wut packt.

Also fangen wir noch einmal von vorne an in Bezug auf Ihren Beitrag und ich rede jetzt mal Klartext. Ich fange erst einmal an zu ihrer ganzen Einleitung so nenne ich es mal etwas zu sagen und arbeite mich dann durchnummeriert durch die einzelnen Passagen, in denen Sie mich zittieren:.

Ob Sie mir glauben, dass ich Student bin und nur nebenbei bei Lidl an der Kasse arbeite oder nicht, das ist mir ehrlich gesagt egal. Ich kann ihnen ja gerne mal meine gültige Studierendenbescheinigung zuschicken samt meinem Studentenvertrag bei Lidl, in welchen klar meine Aufgaben beschrieben werden: Wenn sie an meiner Stelle wären und nur mal wie ich Tage in der Woche mal an der Kasse sitzen würden, dann würden Ihnen viele Dinge auffallen, die sie den Kunden gerne besser kommunizieren möchten.

Aber wie soll das funktionieren? Brotscheiben können meiner Kenntnis nach nirgends einzeln gekauft wären, daher ist das etwas, woran ich persönlich nicht einmal gedacht hätte, wenn ich den Kunden gerne etwas mitteilen wollen würde. Ich würde den Kunden aber gerne mitteilen, dass ich jede Sorte eines Produkts einzeln scannen muss, weil diese getrennt aufgenommen werden, dass Sie weder Nüsse noch Obst in den Tüten mischen dürfen, weil ich nicht nur nach dem Preis gehe an der Kasse, denn auf der Quittung muss ja auch die Bezeichnung des Artikels stehen, zumal müssen wir korrekt bestellen können und die Inventur muss stimmen.

Ich würde den Kunden gerne mitteilen, dass es sehr wohl etwas ausmacht, dass sie zwei Kisten vom trockenen und eine Kiste vom halbtrockenen Sekt haben und dass das alles getrennt erfasst werden musst. Mach es lieber dem Umstand entsprechend angemessen — also kurz, knackig und prägnant. Das zeugt von wohlüberlegten Worten, Sorgfalt und Fingerspitzengefühl.

Ein absolutes No-Go bei der Online-Flirterei: Solche Anmachen müssen schon besonders einfallsreich und originell sein, um zu funktionieren. Traust du dir wirklich so viel rhetorisches Fingerspitzengefühl zu? Stattdessen ein Tipp, wie es funktionieren könnte: Versuche einfach mal, deine Art von Humor durchblicken zu lassen und deiner Nachricht ein schelmisches Augenzwinkern zu verpassen.

Dadurch bleibst du nicht nur im Gedächtnis, sondern brichst auch direkt das Eis. Kommen wir vom Inhalt hin zur Wahl der richtigen Worte. Das fängt schon bei der Betreffzeile deiner Mail an.

Also hebe dich von der Masse ab und steigere beim Empfänger die Neugier. Durch eine Betreffzeile, die auf das Profil des Gegenübers eingeht, signalisierst du echtes Interesse. Die Mutigen unter euch können durch eine provokante Betreffzeile auffallen. Schon hast du ihr signalisiert, dass du das Profil aufmerksam gelesen hast.

Verwende im weiteren Textverlauf Schlagworte für spezielle Hobbies oder persönliche Vorlieben. Lass also ruhig deine Lieblingsfilme, Hobbies und Besonderheiten durchblicken. Erzähle ihr von deinen bewusstseinserweiternden Moshpit-Erfahrungen, deiner vegetarischen Phase oder von deinen todsicheren Überlebensstrategien für eine Zombie-Apokalypse. Keine Angst vorm Freak-Stempel. Also hab Mut zur Andersartigkeit. Ein entscheidender Tipp für das erste Anschreiben: Hände Weg von der Gretchenfrage.

Damit meine ich nicht nur philosophische Grundsatzfragen nach dem Sinn des Lebens 42? Hände weg von religiösen Fragen. Wer sich selbst zur Spezies der einfallslosen Schreibmuffel zählt, muss beim Thema Anschreiben nicht in die Röhre schauen. Hangel dich dafür einfach an den angegebenen Interessen entlang. Gute Nachrichten also für uninspirierte Nachrichten-Schreiber. Damit der weitere Gesprächsverlauf nicht einschläft, solltest du etwas von dir preisgeben und Neugier wecken.

Erzähl einfach was von dir. Ich bin Hugo, 28 Jahre alt, Elektriker und habe eine Schwester. Erzähle ihr Sachen und verrate ihr Dinge über dich, die dein Steuerberater, deine Friseurin oder dein Nachbar noch nicht über dich wissen. Wenn du dein Gegenüber nicht direkt in die Flucht schlagen willst, solltest du den arroganten Aufschneider in dir am Schlafittchen packen und in die hinterste Ecke des Schrankes verbannen. Setze stattdessen auf Authentizität und gib dich natürlich.

Offenheit schafft Glaubwürdigkeit, also habe keine Angst davor, du selbst zu sein. Übertreibt es dabei aber nicht — das wirkt eher creepy. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann seinem Sarkasmus mit Emojis etwas die Schärfe nehmen. Bei all dem Gerede über dich solltest du am Ende einer jeden Nachricht wieder auf dein Gegenüber eingehen, dich interessiert zeigen und Fragen stellen. Das Interesse an der Frau bildet den Kernpunkt und bleibt im Gedächtnis — das sollte nicht unterschätzt werden.

Nimm das Mädel aber nicht direkt ins Kreuzverhör und verzichte auf einen ausführlichen Fragenkatalog. Du willst sie immerhin erobern und nicht ihr Therapeut werden.

Da wollt ihr nicht rein. Damit das nicht passiert, solltest du ihr hin und wieder kleine Komplimente oder zweideutige Anspielungen zuwerfen.

Auch hier gilt Vorsicht: Nicht zu eklig werden! Kleine Flirts unterscheiden aber immerhin den Kumpel vom Lover. Wer schon einige Nachrichten hin und hergeschrieben hat, sollte irgendwann den nächsten Schritt einleiten und um ein Telefonat oder ein Date bitten. Denn ehe du dich versiehst, hast du den Absprung verpasst und versauerst als guter Kumpel.

Sei aber auch nicht zu forsch und übe dich ein wenig in Geduld. Wer schon in der ersten Nachricht um ein Treffen bittet, bedrängt sein Gegenüber womöglich zu sehr. Kommen wir zum Wesentlichen: Wie fragt man gekonnt nach einer Telefonnummer? Die Angelegenheit kann man direkt und ohne Umschweife angehen, denn die Frage nach der Telefonnummer muss nicht erst blumig verpackt werden. Alternativ dazu kannst du ihr deine Telefonnummer geben. Kommen wir zum eigentlichen Telefonat.

Auch hier solltest du dich natürlich geben. Wer sich mit einer Liste über mögliche Gesprächsthemen sicherer fühlt, kann das gute Stück gerne neben dem Telefon platzieren. Allerdings kommst du besser rüber, wenn du einfach spontan, offen und du selbst bist. Das Gespräch läuft gerade wie geschmiert und du hast sie zum Lachen gebracht? Leider muss ich jetzt los. Sobald die Zeit reif ist, solltest du nach einem Date fragen. Wer zu lange über Mails oder das Telefon miteinander kommuniziert, steigert die Spannung ins Unermessliche.

Spannst du dein Gegenüber aber zu lange auf die Folter, schürst du vielleicht Erwartungen, die du nicht erfüllen kannst. Also ran an den Speck. Die Antworten bleiben aus oder es mangelt an positiver Resonanz?


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